<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ammanu.de &#187; Etappe 02 Polen &#8211; Ukraine</title>
	<atom:link href="http://ammanu.de/category/etappe-2/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://ammanu.de</link>
	<description>Eine Radreise für Kinder in Not.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Jan 2011 21:20:30 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Veteranen und Krimsekt</title>
		<link>http://ammanu.de/2009/05/veteranen-und-krimsekt/</link>
		<comments>http://ammanu.de/2009/05/veteranen-und-krimsekt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 17:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etappe 02 Polen - Ukraine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ammanu.de/?p=850</guid>
		<description><![CDATA[
Sonne und Strand, Kaviar und Krimsekt&#8230; so stellt sich wohl fast jeder die Krim vor, die berühmte Halbinsel der Ukraine, die vom Asowschen und Schwarzen Meer mit mehr als 1000 Kilometer Küste versehen ist. 
Hier verweilen wir und machen ein wenig Urlaub nach knappen 3500km des Radelns. Allerdings ohne Kaviar und Sekt &#8211; eher mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><img class="alignright size-large wp-image-853" title="img_11021" src="http://ammanu.de/wp-content/uploads/2009/05/img_11021-1024x574.jpg" alt="img_11021" width="393" height="220" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Sonne und Strand, Kaviar und Krimsekt&#8230; so stellt sich wohl fast jeder die Krim vor, die berühmte Halbinsel der Ukraine, die vom Asowschen und Schwarzen Meer mit mehr als 1000 Kilometer Küste versehen ist. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Hier verweilen wir und machen ein wenig Urlaub nach knappen 3500km des Radelns. Allerdings ohne Kaviar und Sekt &#8211; eher mit Gurken, Tomaten und Zwiebeln und ein wenig Bier aus den schon bekannten zwei Liter Drehverschlussflaschen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Zuvor aber noch ein paar Infos zu unserem Aufenthalt in Zaporizhzhia bei Ivan, wo wir die Chance hatten, den 9. Mai mitzuerleben. Der 9.Mai wird in der ganzen Ukraine, und allen anderen sowjetisch geprägten Ländern als Tag der Befreiung gefeiert. Der große Vaterländische Krieg wurde gewonnen und jährlich am 9. Mai finden im ganzen Land Gedenkfeiern, Paraden und Volksfeststimmung statt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-850"></span></p>
<h3>Militärparade ohne Parade</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Ivan hatte sich genaustens erkundigt, wann denn die Militärparade in Zaporizhzhia los gehen sollte. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">In der Parade fahren historische Fahrzeuge, das Militär ist dabei und natürlich marschieren auch die Veteranen die Strassen entlang.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Irgendwie komisch das wir die Parade dann doch verpaßten. Naja, kann passieren.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Auf der Prunkstrasse in Zaporizhzhia waren tausende von Menschen unterwegs und überall sah man Veteranen des Zweiten Weltkrieges mit vielen Orden am Breve, die von den Leuten mit Blumen beschenkt wurden und ihren Ruhm sichtlich genossen. Am riesigen Denkmal des 9.Mai wurden Fotos geschossen, Blumen und Kränze niedergelegt, Kerzen aufgestellt. Dabei muss man sich das so vorstellen, das die Leute von sich aus Blumen mitbringen, diese am Denkmal ablegen oder ihnen völlig fremden Veteranen schenken. Zaporizhzhia wurde 1941 von den Nazis befreit.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Auf einem großen Platz gegenüber des Denkmals waren viele Stände und eine große Bühne aufgebaut. Es wurde gesungen, gegessen, getanzt. Ein wenig erinnerte uns das ans Münstersche Euro-Cityfest. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Eine kleine Parade bekamen wir dann doch noch mit. Die historischen Fahrzeuge, sowjetische und amerikanische Kriegsfahrzeuge, fuhren die Prunkstrasse entlang. Auf und in den Fahrzeugen saßen Leute in historischen Uniformen, die den Menschen zujubelten und irgendwie sehr realistisch wirkten. Durchaus ein schwer einzuordnender Anblick. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Später konnten wir die Fahrzeuge dann noch in einer Ausstellung aus der Nähe betrachten. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Erwähnung am Rande: Einige deutsche Wörter finden sich auch im Ukrainischen wieder. So z.B. Schlagbaum, Butterbrot und Haubitze. Auch das Lied „Oh du lieber Augustin“ ist in der Ukraine bekannt – die Nazis haben es wohl mitgebracht&#8230;</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Ivan meinte das man später am Abend nur noch Besoffene auf der Strasse antreffen würde; das erlebten wir dann Gott sei Dank anders. Unser Gastgeber wollte uns unbedingt einen Jazzclub zeigen, in dem abends immer live Musik zu hören ist. Es war eine sehr schön eingerichtete Kellerbar. Was uns jedoch auffiel waren die Gäste. Und Ivan betonte auch noch einmal, dass sich hier in der Jazzbar eher die Intellektuellen treffen. Anstatt Bier wurde Weinbrand oder Cognac getrunken. Dies sollte unser letzter Abend in Zaporizhzhia bei Ivan sein.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<h3>Das erste wirklich wilde Tier</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Am Morgen des 10. Mai verabschiedeten wir uns von Ivan und seinem Kumpel Alexij. Mit einer riesigen Tüte voller leckerer Schokoladenbonbons ausgestattet, die uns Alexij mitgebracht hatte, zeigten uns die beiden, in dem sie mit dem Auto voraus fuhren, wie wir auf die Hauptstrasse Richtung Süden kommen koennen.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Da wir noch Zeit haben bis wir in Russland einreisen können, haben wir beschlossen einen „Schlenker“ über die Krim zu fahren. Alexij, der sich geographisch gut auskennt, hat uns viele Tipps gegeben. So änderten wir unsere bis dahin ständige Reiserichtung gen Osten in eine südliche „Urlaub-wir-kommen-Richtung“. Da wir keine regionale Karte auftreiben konnten, mussten wir uns auf unser Kartenmaterial verlassen und uns blieb nicht viel übrig als die großen Hauptstrassen zu fahren. So radelten wir bei recht gutem Wetter und zufrieden, wieder auf dem Fahrrad zu sitzen, Richtung Melitopol. Die Landschaft änderte sich und es wurde wieder etwas hügliger und auch wesentlich feuchter. Seen, komplett mit Schilf zugewachsen, wurden immer häufiger und wir merkten das wir dem Meer immer näher radelten.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Plötzlich eine Vollbremsung von Jörn. Was war los? Klaus konnte sein Fahrrad gerade noch zum Stehen bringen um einen Totalcrash zu vermeiden. Eine Schildkröter blockierte unseren Weg. Naja, blockierte ist vielleicht das falsche Wort. Aber wenn eine Schildkröte, und zwar ein recht stattliches Exemplar am Wegesrand sitzt und sich sonnt, dann kann man wohl kaum vorbeifahren. Schließlich war diese, sich in ihren Panzer zurückziehende Tierchen, unser erstes wirklich wildes und exotisches Tier. Allen Lockversuchen zum Trotz, verließ die Schildkröte ihren Panzer nicht, wir überlegten, das so ein Haus auf dem Rücken schon praktisch sein müsste. Auch für uns, wir müssten nicht jeden Abend das Zelt aufbauen und am andern Morgen wieder abbauen&#8230;</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<h3>Ereignisloser Tag auf der Autobahn</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wir juckelten mit unseren Fahrrädern immer entlang der Hauptstrasse und der 11. Mai wird uns wohl im Gedächtnis bleiben &#8211; weil überhaupt nichts Spannendes passierte. Ob es so wohl in Kasachstan sein wird? Wo uns wohl noch endlosere Weiten und nur Steppe erwartet&#8230; wir sind gespannt. Doch erstmal erwartet uns das Asowsche Meer. Nord-östlich der Krim gelegen und 76 mal so groß wie der Bodensee und maximal nur 15 Meter tief.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<h3>Wasser &#8211; überall nur Wasser !</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Das Asowsche Meer im Blick, nahmen wir uns vor, eine Nehrung entlang zu fahren, von der schon Alexji meinte, das es herrlich dort sein müsse.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Von Heniches´k aus, führt die Nehrung Arabats´ka Strilka über 100 km auf die Krim. An ihrer breitesten Stelle etwa 5 km, an der schmalsten Stelle geschätzte 150 Meter.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Führt erst noch eine Betonstrasse auf die Nehrung, wird die Strasse schnell immer schmaler, bis sie schließlich in eine sandige Wellblechpiste übergeht. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Was uns sehr schnell klar wurde: diese Gegend wird ein highlight an Strecke auf unserer bisherigen Tour. Sahen wir gen Westen, sahen wir ein riesiges Haff, das uns kilometerweit vom Festland und der Krim trennte und auf der östlichen Seite das Asowsche Meer bis zum Horizont. Ansonsten nur wir, unsere Fahrräder und unendlich viele Mücken.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Der Sandstrand des Asowschen Meeres lockte uns natürlich auch und obwohl das Wasser doch noch ziemlich kalt waren sprangen wir in die Fluten. Der Strand ist übersäht mit kleinen und kleinsten Muscheln. Der Sand besteht quasi nur aus Muscheln. Leider wird der Strand aber ebenso von endlos vielen, herrenlosen Plastikflaschen heimgesucht, was den schönen Anblick ein wenig mindert. Doch hatten die Plastikflaschen auch was Gutes. So konnten wir unsere Fahrräder auch am Sandstrand parken, indem wir eine plattgerdrückte Flasche unter den Fahrradständer legten, damit dieser nicht im Muschelsand einsinkt.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wir erfrischten uns im Meer, kochten Nudeln am Strand und pedalierten langsam die Wellblechpiste entlang. Einfach herrlich! Auch Jörns erster Platten, nach 3211km, konnte die Hochstimmung nicht trüben. Der Tag endete mit dem Aufbauen des Zeltes am Strand, einem wunderschönen Sonnenuntergang und vielen Mückenstichen.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<h3>Von der Nehrung zum russischen Sinnsucher</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die Wellblechpiste schien kein Ende zu nehmen. Nachdem wir das Zelt abgebaut, gefrühstückt und alles wieder verpackt hatten, ging es die Nehrung weiter. Laut Karte eigentlich nur 100 km, aber irgendwie war nach 100 km immer noch nicht Schluss. Mit dem Ende der Nehrung bot sich uns ein grandioser Ausblick auf die Berge der Krim, die immerhin über 1500 m hoch sind.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wir wollten es an diesem Tag bis Feodosia schaffen, wo wir über couch-surfing eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten bekommen hatten. Auf der Krim angekommen, fing es dann leider an zu regnen. Das ist wohl das Besondere an der Krim, der Regen schafft es immer nur bis zu den Bergen, regnet dort ab und hinter den Bergen scheint immer die Sonne – genau am Strand also.</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Taras, unser Gastgeber in Feodosia, lief uns in der Stadt zufällig über den Weg. Er war just auf dem Weg einen großen Kuchen für uns zu kaufen. Der Russe aus Moskau, mit Mutter, die in Stuttgart wohnt, ist ein eigensinniger Zeitgenosse. Er erzählte uns, daß er sein Moskauer Leben hinter sich gelassen hätte, um nun auf der Krim seine „Innere Mitte“ zu finden. Dafür hat er zwei mal wöchentlich Unterricht bei einem Meister der ihn in einer Art Chi-goon unterrichtet. Als wir später am Abend &#8211; ziemlich müde &#8211; dann noch einige Übungen mit Taras machten &#8211; er uns nebenbei erzählte er habe mal in einem seichten „Spielfilm“ mitgespielt – und er Klaus dann auch noch von seiner Brille durch Energiezuführung und Blockadenbeseitigung befreien wollte und ziemlich enttäuscht war das es nicht funktionierte, waren wir froh dann doch endlich in unsere Betten kriechen zu können. Zuvor hatte Taras noch auf einer ehr schlechten Kopie, auf der die menschlichen Organe abgebildet waren, versucht, Jörns Eingeweide zu massieren und ihnen Energie zuzufuehren &#8211; leider ohne Wirkung&#8230;</span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">
<h3 style="MARGIN-BOTTOM: 0cm">Urlaub mit Gurken, Tomaten und Zwiebeln</h3>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Von Taras verabschiedeten wir uns am Morgen des 15. Mai. Wir hatten Kontakt mit Markus aufgenommen, der vor zwei Jahren auf die Krim nach Koktebel gekommen war, da er das stressige Leben in Deutschland hinter sich lassen wollte. Wir konnten ueber ihn organisiert eine super Unterkunft beziehen, mit kleiner Küche und Bad. Hier machen wir jetzt einfach mal Pause. </span></p>
<p style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Fünf Nächte werden wir in Koktebel bleiben. Neben Emails und Berichte schreiben, Fahrradpflege, Wäsche waschen von Hand und morgens leckerm Weißbrot mit Käse, Tomate, Gurke und Zwiebel essen, haben wir auch schon ein wenig „Kultur gemacht“ und uns ein uraltes armenisches Kloster angeschaut und sind mit dem Rad ueber die Berge nach Sudack geradelt. Ausserdem quatschen wir viel mit Martin, der sich hier natuerlich gut auskennt. Die Krim ist eine wirklich interessante Halbinsel, die offiziell den Titel „Autonome Republik Krim“ trägt. Hier leben als Hauptbevoelkerungsgruppen Russen, Ukrainer und Krimtataren zusammen. Der Islam ist hier deutlich zu sehen, anhand der ersten Moscheen die wir auf unserer Reise bisher zu Gesicht bekommen haben. Aber dazu dann im nächsten Bericht mehr.</span><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> </span></strong></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%">
<h3 style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%">Statistik der Radreise – Von Zaporizhzhia nach Koktebel</h3>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">10.05 Zaporizhzhia – kurz vor Melitopol: 116 km </span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">11.05 Kurz vor Melit. – Novohryhorivka: 96 km </span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">12.05 Novohryhorivka – Heniches´k: 43 km</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">13.05 Heniches´k &#8211; Halbe Nehrung: 78 km</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">14.05 Halbe Nehrung – Feodosia: 100 km</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">15.05. Feodosia – Koktebel: 24 km</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">16.05. Aufenthalt Koktebel</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">17.05 Aufenthalt Koktebel / Fahrt zum Kloster: 75 km</span></p>
<p style="MARGIN-TOP: 0.21cm; LINE-HEIGHT: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">18.05. Aufenthalt Koktebel / Fahrt nach Sudek: 90 km</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ammanu.de/2009/05/veteranen-und-krimsekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Endlich mal was Neues: Regen!</title>
		<link>http://ammanu.de/2009/05/endlich-mal-was-neues-regen/</link>
		<comments>http://ammanu.de/2009/05/endlich-mal-was-neues-regen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 May 2009 16:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etappe 02 Polen - Ukraine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ammanu.de/?p=834</guid>
		<description><![CDATA[
Die Kilometer purzeln nur so vor sich hin. Nachdem (28.04 – 01.05) wir drei Tage bzw. vier Naechte Station in Kiew gemacht haben, sind wir bereits vorgestern (06.05) in Zaporizhzhia, einer 850.000 Einwohnerstadt im Sueden der Ukraine angekommen. Die 650 km haben wir laessig in sechs Tage wegpedaliert. Es macht den Eindruck als wuessten unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-840" title="Klosterkirche St. Michael - Kiew" src="http://ammanu.de/wp-content/uploads/2009/05/img_0438-300x225.jpg" alt="Klosterkirche St. Michael - Kiew" width="300" height="225" /></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Die Kilometer purzeln nur so vor sich hin. Nachdem (28.04 – 01.05) wir drei Tage bzw. vier Naechte Station in Kiew gemacht haben, sind wir bereits vorgestern (06.05) in Zaporizhzhia, einer 850.000 Einwohnerstadt im Sueden der Ukraine angekommen. Die 650 km haben wir laessig in sechs Tage wegpedaliert. Es macht den Eindruck als wuessten unsere Koerper endlich, was wir mit ihnen vorhaben. Nur das Wetter spielt auf einmal nicht mehr mit. Seit drei Tagen regnet es fast ununterbrochen. Doch auch das ist kein Problem, da wir ueber couchsurfing in Zaporizhzhia bei Ivan untergekommen sind und hier vom 06.05 bis zum 10.05 bleiben koennen. Danach geht es dann weiter in den Sueden – auf die Halbinsel Krim. Doch erstmal ein paar mehr Zeilen zu Kiew und die Fahrt nach Zaporizhzhia&#8230;<span id="more-834"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Die kyrillische Schrift &#8211; Trainingseinheit fuer China</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Da Vitaliy aus Lutsk bereits fuer Kiew eine Uebernachtungsmoeglichkeit bei Andreij und Alla fuer uns arrangieren konnte, und wir daher keine Unterkunft mehr suchen mussten, konnten wir eine kleine Nachtfahrt einlegen und sind nach 187 Tageskilometern gg. 23.00 dort eingetroffen. Zur Erklaerung: Natuerlich ist zelten in Kiew unmoeglich und das Suchen eines Hotels inclusive der Anmeldung an der Rezeption dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden (auch, weil wir immer versuchen zu erklaeren, dass wir unsere Raeder mit auf das Hotelzimmer nehmen muessen)…und gerade nachts hat man dazu nicht mehr all zu viel Lust…Das ist uebrigens eine allgemeine Feststellung auf der Radreise. Dinge, die wir zu Hause mal eben nebenbei erledigen koennen, dauern unterwegs immer wesentlich laenger&#8230;ein wesentlicher Grund sind natuerlich unsere mangelnden bzw. nicht vorhandenen Sprachkenntnisse. Strassennamen muessen wir aufgrund der Verwendung der kyrillischen Schrift Buchstabe fuer Buchstabe vergleichen…was sich ungefaehr so anhoert: X mit Strich in der Mitte, dann umgedrehtes K, dann A ohne Querstrich usw…Spannend ist es auch im Internetcafe. Die “Mausbefehle” der rechten “Maustaste”, wie “Kopieren” oder “Einfuegen” sind natuerlich auch auf kyrillisch geschrieben. Wir versuchen dann aus der Erinnerung heraus zu ueberlegen, an welcher Stelle “Kopieren” stand…Mittlerweile haben wir aber schon einige Buchstaben des Kyrillischen gelernt und alles laeuft etwas schneller…Wir wissen aber auch, dass das Kyrillische nur eine erste kleine Trainingseinheit fuer unsere Zeit in China sein wird…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Kiew am Fluss Dnepir – Haupstadt der Ukraine</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Naja, zurueck zu Kiew. Da zu dieser Zeit das Wetter noch perfekt ist, machen wir lange Spaziergaenge zu den verschiedenen touristischen Zielen. Gleich zwei UNESCO Weltkulturerben sind in Kiew zu finden. Das ist zum einen die St. Sophien Kathedrale aus dem Jahr 1037 sowie zum anderen das Kiewer Hoehlenkloster, das 1051 gegruendet worden ist. Die St. Sophien Kathedrale ist ein mit 13 goldenen Kuppeln ausgestatteter Kirchenbau, der im Innern durch seine tausendjahre alten Malereien, Mosaike und historischen Geschehnisse als ein Nationalheiligtum der Ukraine gilt. Das Hoehlenkloster ist durch seine kuenstlich in den Fels gehauenen Gaenge und darin eingelassenen Moenchszellen, Kapellen und Grabstaetten bekannt. Trotz der fuer uns oestlich wirkenden Kirchbauten ist Kiew eine total normale europaeische Hauptstadt auf einem mittleren europaeischen Preisniveau. Wobei sich der Kapitalismus teilweise ungeregelt entwickelt hat. Oeffnungszeiten sind anscheinend individuell gestaltbar. So haben z.B. Schuhgeschaefte montages bis sonntags von 9.00 bis 21.00 geoeffnet…Gibt es keine Gewerkschaft die protestiert? Kiew ist fest in der Hand des Autoverkehrs. Autos quaelen sich durch gesamt Stadt und parken wo immer sie wollen – egal ob es sich um einen Buergersteig oder eine Fuessgaengerzone handelt. Die Polizei scheint dies zu tolerieren…Radfahrer sehen wir wenige.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">In Kiew haben wir dann auch erstmals in der Ukraine Touristen getroffen. Auch unser Hostel, in das wir nach der ersten Uebernachtung bei Andreij und Alla gewechselt sind, da die beiden ebenfalls verreist sind, hat sich auf auslaendische “Traveller” eingestellt. So bietet es das Waesche waschen fuer 2 Euro an. Oder den Besuch von Tschernobyl mit dreitaegiger Vorausanmeldung fuer 40 Euro. Panzer fahren kostet 35 Euro und das Schiessen mit einer echten AK 47, dem ehemaligen Sturmgewehr der russischen Armee, ist ebenfalls fuer 35 Euro buchbar.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Um darueber hinaus einen kleinen Preiseindruck zu bekommen: Der Cheeseburger von McDonalds, einmal vom “The Economist” als weltweit vergleichbaren Preisindikator aufgrund seiner in allen Laendern gleichen Herstellungsart vorgestellt, kostet umgerechnet 50 Cent (fuer alle Fast-Food-Vermeider: in Deutschland kostet der Cheesi z.Z. einen Euro), die Tafel Milkaschokolade aehnlich wie bei uns 60 Cent und der Liter Benzin ebenfalls 60 Cent. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Beobachtungen und Feststellungen – Das Spannende unserer Reise</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Das Spannende unsere Radreise wird uns bewusst. Es sind (noch?) nicht die fuer aussenstehende vorstellbaren grossen Abenteuer, bei denen wir gegen Durst in der Wuesste, Kaelte in Sibieren oder Schakale in der Steppe ankaempfen muessen. Das Spannende unsere Radreise sind die kleinen Dinge, die wir beobachten und feststellen koennen, weil wir uns “langsam” und mit “viel Zeit” durch die Laender bewegen. Zudem liegen Polen und die Ukraine beide in Europa, sodass sich landschaftlich nicht so viel zu Deutschland unterscheidet. Das wird sich natuerlich spaetestens mit der Einreise nach Kasachstan, was ungefaehr Anfang Juni sein wird, aendern.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">So wundern wir uns ueber die “Autobahnen” in der Ukraine, auf denen wir teilweise fahren. Sie sind je Richtung zweispurig. Radfahrer auf der Autobahn in Deutschland haetten sofort ihren Platz in den Verkehrsfunknachrichten. Hier hingegen teilen wir uns die linke Spur bzw. den nicht asphaltierten Standstreifen vor allem im Westen der Ukraine mit Pferdefuhrwerken oder im Osten mit Traktoren, bei denen wir mit ca. 22 km/h im Windschatten radeln oder wie es bei den Radler so schoen heisst: im Windschatten lutschen. Wir mussten auch lernen, dass der Kreisverkehr hier andere Regeln hat. Wer in den Kreisverkehr einfaehrt, hat Vorfahrt. Wer im Kreisverkehr ist, muss warten. Wir beobachten an jeder Ecke Ukrainer, die Sonnenblumenkerne essen und dazu die Schale der Kerne mit den Zaehnen gekonnt knacken und unauffaellig ausspucken. Interessant ist auch, dass es ueblich ist, nach Feierabend, wenn man z.B. an der Bushaltestelle warten muss, sich die Zeit mit einem Bier aus der wiederverschliessbaren<span> </span>zwei Liter Plastikflasche zu vertreibt…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Entscheidungen treffen &#8211; Haupstrasse oder Nebenstrecke</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Aber erstmal zurueck zur Radreise von Kiew nach Zaporizhzhia. Jeder, der schonmal eine laengere Radreise in Laendern ohne umfassendes Radwegenetz<span> </span>unternommen hat, steht irgendwann vor der Entscheidung, ob er lieber ueber Hauptstrassen, die in der Regel gut asphaltiert sind, oder ueber Nebenstrassen, die teilweise sehr schlecht asphaliert sind, fahren moechte. Hauptstrassen haben den Vorteil, dass man schneller und direkter von A nach B kommt. Nachteilig ist, dass man vom eigentlichen Land wenig mitbekommt, da Doerfer und Staedte, aehnlich wie es die Autobahnen in Deutschland machen, umfahren werden. Nebenstrassen fuehren unweigerlich dazu, dass sich die Wegstrecke verlaengert, gleichzeitig aber immer durch die Doerfer fuehren, und daher viel interessanter sind. Auch wir mussten uns entscheiden und waehlten den goldenen MIttelweg. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Mal auf Hauptstrassen, mal auf Nebenstrassen fuhren wir also von Kiew parallel zum riesigen Fluss Dnepir Richtung Zaporizhzhia. Dabei unterscheidet sich der Westen der Ukraine sehr stark vom Osten. Es besteht ein eindeutiges Ost-West-Gefaelle. Der Westen war noch sehr gepraegt durch seine kleinteilige Felderstruktur und einer landwirtschaftlichen Subsistenzwirtschaft, also der Produktion zur reinen Selbstversorgung. Im Westen ist das Land bisher nicht in seiner Vollstaendigkeit urbanisiert. Das macht sich z.B. allein darin bemerkbar, dass Stoerche in fast jedem Dorf zu finden sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Priamo, Priamo – Geradeaus nach Zaporizhzhia</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">In der Gegend nach Kiew lernten wir sehr schnell ein ukrainische Wort kennen: “priamo”, was soviel bedeutet wie “geradeaus”. Durch die Urbanisierungsmassnahmen waehrend der Sowjet-Zeit wurden riesige quadratische am Reissbrett geplante Felder angelegt, gegen die die Felder der LPG in Ostdeutschland wie Kinderspielplaetze wirken. In der oestlichen Ukraine fahren wir tageland an Feldern vorbei, die mehrere Kilometer lang und breit sind und bis zum Horizont reichen. Die Landschaft sieht aus wie im Emsland. Ein Feld nach dem anderen, durchsaeumt von Baumreihen. Nur der Massstab ist ein anderer und das schwarzbunte Milchvieh fehlt, da hier nur Getreide angebaut wird. Natuerlich sind in einer solchen Gegend Stoerche nicht mehr so zahlreich vertreten…ebenfalls wie im Emsland…Fragen wir in einer solchen Landschaft also nach dem Weg, heisst es immer nur “priamo, priamo” – “geradeaus, geradeaus”. In dieser Zeit kommen wir an keinen groesseren Staedten vorbei. Erst mit der Durchfahrt durch Kremenchuk und Dniprozerzhyns’k und Ankunft in Zaporizhzhia lernen wir einen weiteren Unterschied zwischen der West- und Ostukraine kennen – die Schwerindustrie. Auch bei blauem Himmel stehen graue und rote Wolken ueber den Staedten. Es riecht in der Naehe der Industrieanlagen nach Schwefel und Methan. Kinder spielen in den Randbezirken der Staedte zwischen stark befahrenen Strassen und Eisenbahnschienen Fussball. Neben dem Bolzplatz werden Zwiebeln und Kohlkoepfe gezogen. So stellen wir uns das Ruhrgebiet der 50er Jahre vor…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Doch die Innenstaedte zeigen gleichzeitig den Reichtum den die Industrie bringt. Schon zu Sowjet-Zeiten wurde z.B. in Zaporizhzhia eine 14 Kilometer (ja, vierzehn!) lange und natuerlich priamo-gerade Prachtstrasse angelegt. Es reihen sich neben Geschaeften und oeffentlichen Gebaeuden verschiedene Plaetze mit grossen Wasserfontaenen und Monumenten an der Strasse auf. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Der Horror fuer Radler – Regenjacke an, Regenjacke aus, Regenjacke an…</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Auf dem Weg nach Zaporizhzhia konnten wir gemuetlich, abseits der Doerfer und Staedte zelten. Am Abend des 05.05 kam dann der Regen. Zufaellig fing er genau dann an, als wir ueber die einzige Bruecke im Umkreis von 20 km gefahren sind. Schnell fuhren wir unter die Bruecke und bauten unser Zelt auf, auf das es trocken bleiben konnte. So ein Glueck hatten wir am naechsten Abend nicht. Tagsueber hatte es schon immer mal wieder geregnet und abwechselnd auch die Sonne geschienen. Der Horror fuer Radler. Regenjacke an weil es regnet…Regenjacke aus, weil die Sonne scheint und man schwitzt…Regenjacke an, weil es regent…Regenjacke aus usw…Da stimmt es, dass das ukrainische Fruehlingswetter wie eine Frau sein soll…in der Stimmung staendig wechselnd…wie uns spaeter Ivan erzaehlte…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Lustig und aufmunternd waren an diesem Regentag die Menschen, die wir trafen. Als wir uns bei einem Regenschauer an der Tankstelle unterstellten, erzaehlten wir im Gespraech dem Tankwart, das wir nach Wladiwostok wollten…Er erzaehlte es wohl seinen nochfolgenden Kunden….zumindest hielten spontan zwei Autos an, beglueckwuenschten uns uns voll Freude zu unserem Vorhaben, gaben uns Tipps fuer die Weiterfahrt und bestanden auf ein Photo mit uns…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Hervoragend ist nun unsere Zeit in Zaporizhzhia bei Ivan. Zusammen mit seinem Freund Alexij erkunden wir die Stadt, wie z.B. das Dnepir Wasserkraftwerk oder das Museum ueber die ukrainische Geschichte. Das wir so lange bei Ivan bleiben koennen haengt damit zusammen, dass er erst seit drei Tagen aus dem Krankenhaus zurueck ist. Er hat sich Anfang Dezember beim “unsachgemaessen Gebrauch eines Gleitschirms” (Gleitschirm hinter Auto gebunden und dann hochgezogen) die Huefte gebrochen und ist sozusagen jetzt in der Reha-Phase. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Morgen, am 09.05 werden wir uns zusammen die Militaer-Parade der ukrainischen Armee zum Ende des Zweiten Weltkrieges bzw. des Grossen Patriotischen Krieges anschauen. Wir haben schon darueber gesprochen wie sich die Zeiten geaendert haben und wir ohne belastende Vorurteile Zeit miteinander verbringen koennen und Freundschaften entstehen…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><strong><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">Statistik der Radreise – Von Kiew nach Zaporizhzhia</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">27.04 Zhytomyr – Kiew: 187 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">28.04 Aufenthalt in Kiew</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">29.04 Aufenthalt in Kiew</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">30.04 Aufenthalt in Kiew</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">01.05 Kiew – Pereiaslav Khmel’nytz’kys: 126 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">02.05 Pereiaslav Khmel’nytz’kys – Lypove: 117 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">03.05 Lypove – Kremenchuck: 80 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">04.05 Kremenchuck – Vil’khuvatua: 82 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">05.05 Vil’khuvatua – Solone: 125 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">06.05 Solone – Zaporizhzhia: 85 km</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">07.05 Aufenthalt Zaporizhzhia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">08.05 Aufenthalt Zaporizhzhia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 6pt 0cm; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;" lang="EN-US">09.05 Aufenthalt Zaporizhzhia</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ammanu.de/2009/05/endlich-mal-was-neues-regen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ukraine: Gegenwind und Gastfreundschaft</title>
		<link>http://ammanu.de/2009/04/ukraine-gegenwind-und-gastfreundschaft/</link>
		<comments>http://ammanu.de/2009/04/ukraine-gegenwind-und-gastfreundschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 17:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etappe 02 Polen - Ukraine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ammanu.de/?p=821</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;Lublin hinter uns gelassen, die letzten Kilometer in Polen schnell wegpedaliert&#8230; noch die &#8220;Warnungen&#8221; im Ohr, dass wir jetzt doch die EU verlassen und alles ganz anders und vor allem schrecklicher werden würde; dass die Grenzüberquerung in die Ukraine mindestens nen halben Tag dauern würde&#8230; aber als wir mit unseren Rädern an den Schlagbaum der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-822" title="img_1081" src="http://ammanu.de/wp-content/uploads/2009/04/img_1081-300x225.jpg" alt="img_1081" width="300" height="225" />&#8230;Lublin hinter uns gelassen, die letzten Kilometer in Polen schnell wegpedaliert&#8230; noch die &#8220;Warnungen&#8221; im Ohr, dass wir jetzt doch die EU verlassen und alles ganz anders und vor allem schrecklicher werden würde; dass die Grenzüberquerung in die Ukraine mindestens nen halben Tag dauern würde&#8230; aber als wir mit unseren Rädern an den Schlagbaum der ukrainischen Grenzer rollten, grinsten uns vereinzelt Glodzähne entgegen und wir mussten zig mal erzähle wos denn hingeht. Trotz nicht vorhandener Sprachkenntnisse unsererseits sorgten wir doch für einige Verwunderung&#8230; <span id="more-821"></span></p>
<p>Die Begegnung mit den ukrainischen Grenzbeamten &#8211; teilweise mit riesigen Offiziershüten auf dem Kopf &#8211; verlief also alles andere als unheimlich und wir merkten schnell, dass wir in der Ukraine zwar auch beguckt werden, aber - anders als in Polen - werden wir gegrüßt, Jungs auf Mopeds hupten und johlten, Bauern hielten ihre Pferdewagen an um uns zu fragen wos denn hingeht. Auch die Hunde schienen wesentlich mehr Interesse an uns zu haben. Jörn entwickelte die Idee der &#8220;anti-dog-stones&#8221; und hatte immer schnell ein paar kleine Steine zur Hand wenn mal eine &#8220;Straßentöhle&#8221; zu nah kam. Klaus hingegen bellte meistens ziemlich lautstark zurück.</p>
<p><strong> Nach Turii`sk mit ukrainischem Whiskey</strong></p>
<p>Der erste Streckenabschnitt führte uns erst über die noch ganz gute Grenzstraße, mit leider viel Verkehr und auch immer größeren Schlaglöchern. Also runter von der Straße und ab auf die Feldwege und Kopfsteinpflaster der Ukraine, dachten wir uns. Allerdings sind die Straßen abseits der Nationalrouten oft wesentlich besser und gut zum Radeln geeignet.</p>
<p>Als erstes steueren wir die Stadt Turii`sk an. Auf dem Weg dorthin wurden wir mitten im Wald, an einer kleinen Hütte von einer feierfreudigen Gruppe Lehrer angehalten. Es wurde Geburtstag gefeiert und natürlich mussten wir mitfeiern und vor allem auch mittrinken. Leckers Essen gabs &#8211; wir hatten noch kein Geld getauscht und waren ziemlich froh darüber: Fischsuppe, Kartoffelsalat, gefüllten Fisch, gefüllte Pfannekuchen, &#8230; und natürlich Vodka. Besonders warm machte dabei der selbstgebrannte &#8220;ukrainische Whiskey&#8221;. Am Besten hat uns aber die selbstgemachte Birkensaft-Limo geschmeckt. Dafür wird im Frühling Birkensaft gezapft und mit Wasser, Zucker und geheimen Zutaten (fast wie bei CocaCola) ein super Säftchen hergestellt - alkfrei versteht sich. Gut gestärkt konnten wir uns auf den Patt machen und uns ein schönes idyllisches Plätzchen in einem ukrainischen Fichtenwald suchen, um unser Zelt aufzuschlagen. Allerdings stand noch unerwartete Arbeit auf dem Plan: Wir wurden unterwegs von einem jungen Burschen angehalten, der sein Trabbi-ähnliches Auto in einer total verschlammten Wiese festgefahren hatte. Mit vereinten Kräften und einem anderen Auto davor, hats dann geklappt. Wie matschverschmiert Klaus danach ausgesehen hat, soll hier nicht  mehr beschrieben werden.</p>
<p><strong>Von Turii`sk nach Lutsk</strong></p>
<p>Weiter ging es dann nach Lutsk. Dort hatten wir schon durch Marta aus Lublin einen Kontakt und so wurden wir bereits erwartet. Vitaliy und Marta kennen sich durch ihre Arbeit und kooperieren mit dem Benno-Haus in Münster. Wir konnten eine kleine Wohnung im Stadtzentrum beziehen. Eigentlich gehört die Wohnung Vitaliys Tante, aber weil Sanierungsbedarf besteht, war sie komplett leergeraumt und wir hatten Badewanne und Gasherd für uns! Echt super um nen bisschen zu relaxen. Relaxen war auch notwendig, da wir seit einigen Tagen ständigen Gegenwind (Ost/Süd-Ost) hatten, und krampfhaft überlegten, wer uns in Münster denn erzählt hatte, dass wir nur Westwind haben müssten und quasi nicht trampeln bräuchten - ist nicht so&#8230; Wir waren zwei Tage in Lutsk, haben uns zusammen mit Vitaliy die Stadt beguckt, uns mit einigen seiner Freunde auf ein gemütliches Bier in einer Kneipe getroffen und die Badewanne mehrmals genutzt. Zum Schluss ließ es sich Vitaliy dann nicht nehmen uns der städtischen Ressortleiterin für Auslandsbeziehungen vorzustellen. Danach wurden wir dann noch in der stadtischen Kantine verköstigt &#8211; die Köchin rief laut &#8220;Schnaps Schnaps&#8221; als sie mitbekam das wir aus Deutschland kommen.</p>
<p><strong>Vitaly der Manager</strong></p>
<p>Vitaly hatte dann schon das nächste Quartier für uns klar gemacht. Wir fuhren nach Rivne wo uns Oksana empfing. Nach einer heißen und hügeligen Etappe, konnten wir es uns im Wohnzimmer einer Bekannten von Oksana bequem mahen. Die Gastfreundchaft in der Ukraine ist einfach super! Oksana und ihr Freund Den bekochten uns und servierten uns dann am anderen Morgen ein kräftiges Frühstück, bestehend aus Pelmini (gefüllte Teigtaschen), Salat und Brot. Gern wären wir länger geblieben, aber irgendwie rief uns Kiew.</p>
<p>Zwei Tagesetappen machten wir dann auf der Nationalstraße, die glücklicherweise momentan erneuert wird. So konnten wir kilometerlang auf gesperrten, nagelneuen Trassen fahren, zwar mit Gegenwind, aber dennoch kilometerfressend. Der 2000senste Tour-Kilometer waren somit schon kurz hinter Rivne abpedaliert und nach sage und schreibe 2171 km hatten wir dann unseren ersten Platten. Muss man sich mal vorstellen: über 2000 km ohne einen Defekt am Rad oder irgendein Problem. Der Platten war natürlich auch kein Problem und war schnell geflickt. Es ging dann in einer &#8220;Nachfahrt&#8221; bis nach Kiew. Vitaly, der irgendwie unser ukrainischer Reisemanager geworden ist, hatte in Kiew auch schon ein Quartier ausgemacht. Wir wurden von Andriy und Alla erwartet, bekocht und feinst untergebracht.</p>
<p>Wir sind jetzt also in Kiew, machen nen bisschen Touri-Programm, schlafen, essen&#8230; Mehr über Kiew und uns dann bald wieder hier!</p>
<p><strong>Etappe 2/1: Statistik</strong></p>
<p>21.04. 09 Lublin &#8211; Chlem: 93 km</p>
<p>22.04.09 Chlem &#8211; Turii`sk: 114 km</p>
<p>23.04.09 Turii`sk &#8211; Lutsk: 73 km</p>
<p>24.04.09 Tag in Lutsk</p>
<p>25.04.09 Lutsk &#8211; Rivne: 105 km</p>
<p>26.04.09 Rivne &#8211; Wald kurz vor Zhytomyr: 151 km</p>
<p>27.04.09 Wald - Kiew: 187 km</p>
<p>28.04.09 Kiew</p>
<p>29.04.09 Kiew</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ammanu.de/2009/04/ukraine-gegenwind-und-gastfreundschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
